Moor - Beschreibung einer Biotopart

Hochmoor im Fichtelgebirge

In unserem Raum treten zwei Ausprägungen von Mooren auf. Dies sind Flachmoore sowie Hochmoore sowie deren Übergangsformen. Ganz entscheidend ist bei diesen Vegetationstypen die Geologie und damit der ph-Wert der Moorflächen. So finden wir im Bereich der Nördlichen Frankenalb basische Kalk-Flachmoore mit ihren ganz eigenen Lebensgemeinschaften, während wir im Hohen Fichtelgebirge Hochmoore, Übergangsmoore und Flachmoore antreffen können, die jeweils sehr sauer sind.

Eine Besonderheit stellen Hochmoore dar. Sie brauchen zur Entstehung nicht nur einen bereits erwähnten niedrigen ph-Wert sondern auch hohe Niederschläge, wie sie bei uns nur in den höheren Mittelgebirgen vorkommen. Die Pflanzen, die sich auf diese Lebensbedingungen eingestellt haben, kommen dort allein mit den Nährstoffen aus dem Niederschlagswasser zurecht. Insbesondere verschiedene Torfmoose sind dies, aber such Wollgras oder die Spirke.

In Kalk-Flachmooren sieht die Arten-Zusammensetzung ganz anders aus; hier können wir im Herbst das Sumpf-Herzblatt finden, im Sommer kann man Glück haben und Orchideen wie die Große Händelwurz oder die Echte Sumpfwurz antreffen. Andere typische Sippen wären die Davall- oder die Echte Gelb-Segge.

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Moorschutz in Bayern

auf den Webseiten des Landesverbandes Bayern

 



Autor: Peter Ille