33.000 MENSCHEN GEGEN AGRARINDUSTRIE IN BERLIN

Am 20. Jan. 2018 demonstrierten in Berlin parallel zur Grünen Woche 33.000 Menschen gegen industrielle Tierhaltung, Gentechnik und die immer stärker werdende Marktmacht von Agrar- und Lebensmittelkonzernen.

23.01.2018

Hauptseite zur Großdemo:

www.wir-haben-es-satt.de

22.01.2018

Am 20.01.2018 demonstrierten in Berlin parallel zur Grünen Woche 33.000 Menschen gegen industrielle Tierhaltung, Gentechnik im Essen und die immer stärker werdende Marktmacht von Agrar- und Lebensmittelkonzernen. Die Demonstration wurde von über 160 Traktoren, auch aus Bayern an der Spitze angeführt. Über 500 Menschen kamen mit Bussen des BUND Naturschutz aus ganz Bayern.

"Gülle und Pestizide belasten Böden und Gewässer, bäuerliche Betriebe ringen ums Überleben und das Insektensterben zeigt, welche dramatischen Auswirkungen die industrielle Agrarproduktion hat. Die nächste Bundesregierung muss Lösungen für die massiven Probleme der Landwirtschaft präsentieren. Wir erwarten einen verbindlichen Umbauplan für die Tierhaltung, eine ambitionierte Minderungsstrategie für Pestizide und ein Verbot von Glyphosat und der für Bienen gefährlichen Neonikotinoide.", sagte Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz, auf der Demonstration.

Richard Mergner, Landesbeauftragter ergänzt: "Die hohe Teilnehmerzahl und gerade die Beteiligung vieler Bauern und junger Menschen an der Demonstration sind ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Bürger die industrielle Landwirtschaft nicht mehr wollen. Der zukünftige CSU Ministerpräsident Markus Söder muss endlich handeln und einen klaren Fahrplan vorlegen zum Schutz bäuerlicher Betriebe vor der Konkurrenz durch industrielle Massentierhaltung, für ein schnelles Verbot von Glyphosat und einen Ausstieg aus der Pestizidanwendung, damit das Bienen-, Insekten- und Vogelsterben gestoppt wird."

Mit einem ohrenbetäubenden Kochtopf-Konzert fordern 33.000 Menschen bei der "Wir haben es satt!"-Demonstration zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin die kommende Bundesregierung zu einer neuen Agrarpolitik auf. "Die industrielle Land- und Ernährungswirtschaft verursacht lokal und global Probleme für Bauern, Klima, Tiere und Umwelt", sagt "Wir haben es satt!"-Sprecher Jochen Fritz und ergänzt im Namen der über 100 Organisationen, die zur Demonstration aufgerufen haben: "Der Umbau hin zu einer umwelt-, tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft, in der Bauern gut von ihrer Arbeit leben können, darf von der Politik nicht weiter aufgeschoben werden." Das Demonstrationsbündnis ruft SPD und Union auf, keine weitere Zeit mehr verstreichen zu lassen und als erste Schritte Glyphosat zu verbieten sowie den überfälligen Umbau der Tierhaltung zu finanzieren, damit Schweine wieder Tageslicht sehen und Kühe auf Weiden grasen können.

Vor dem Agrarministergipfel im Bundeswirtschaftsministerium schlagen die Demonstranten auf ihre Kochtöpfe und fordern die Achtung der Menschenrechte, faire Handelsbedingungen und mehr Unterstützung für die ländliche Bevölkerung weltweit. Schon am Vormittag hatten die 160 Bauern, die die Demonstration mit ihren Traktoren anführen, eine Protestnote an die 70 versammelten Minister aus aller Welt übergeben. "Wir wollen raus aus der fatalen Exportorientierung und Landkonzentration, die Bauern hier und weltweit das Genick bricht", so Fritz über die Folgen der Agrarpolitik. Allein in den letzten 12 Jahren, mussten in Deutschland ein Drittel der Höfe ihre Tore schließen.

Essen ist politisch, immer mehr Menschen erkennen das. Aber die Politik nährt eine Agrarindustrie und lässt sie auf Kosten von Umwelt, Klima und Tieren produzieren. Damit wir alle nicht langfristig die Zeche dafür zahlen, muss die GroKo den Spieß jetzt umdrehen. Diejenigen, die nachhaltig produzieren und essen, müssen belohnt werden.

Mit Blick auf den morgigen SPD-Parteitag appelliert Martin Schulz als Sprecher der Traktorfahrer an sei­nen sozialdemokratischen Namensvetter, endlich Mut und Klarheit für eine zukunftsweisende Agrarpolitik zu beweisen. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Schulz sagt: "Viele Bauern haben sich schon längst auf den Weg gemacht und verändern die Landwirtschaft Tag für Tag. Leider noch ohne die Unterstützung der Politik. Wir Bauern brauchen jetzt eine zukunftsfähige Politik, die verlässliche Entscheidungen trifft und Probleme löst. Der Stillstand der alten GroKo hat zu einer Spaltung zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft geführt. Da müssen wir raus."

Konkrete Projekte in der nächsten Legislaturperiode müssen – neben Glyphosat-Ausstieg und Umbau der Tierställe – die Kennzeichnungspflicht bei tierischen Lebensmitteln, das Verbot von Reserve-Antibiotika in der Tierhaltung und faire Marktregeln zum Schutz von Bauernhöfen sein. Außerdem muss die Zahlung von EU-Agrarsubventionen an außerlandwirtschaftliche Investoren, die immer mehr Bauern den Boden unter den Füßen wegkaufen, sofort beendet werden.

Die Großdemonstration richtet sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen Landwirte. Die konventionellen und Öko-Bauern demonstrieren auch im achten Jahr im Schulterschluss mit Lebensmittelhandwerkern und der Zivilgesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das breite "Wir haben es satt!"-Bündnis Wege für eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft und ein gutes Ernährungssystem auf.

Downloads

PM-007-18_Agrardemo_2018.pdf

BUND Werber/innen und BN-Geschäftsführer Peter Ille (Mitte)

Neue Werbeaktion für den BUND Naturschutz Bayreuth vom 09.10. bis 14.10.2017

In der Zeit zwischen dem 09. Oktober und 14. Oktober 2017 waren wieder junge Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für den BUND Naturschutz in der Stadt Bayreuth unterwegs die Bürgerinnen und Bürger über unsere Natur- und Umweltschutzarbeit zu informieren und neue Mitglieder zu werben.

Von Mo bis Mi sind die jungen BUND Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Stadt unterwegs und zw. Do und Sa am Infostand des BUNDs am Marktplatz Höhe Altes Schloß anzustreffen.

Gerne geben wir Ihnen über unsere Geschäftsstelle weitere Informationen zu dieser Aktion unter

Tel.: 0921/27230 oder unter bayreuth@bund-naturschutz.de.

 

Werbeaktion für den BUND Naturschutz Bayreuth - 232 neue Mitglieder

In der Zeit zwischen dem 24. Juli und 19. August 2017 waren wieder junge Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für den BUND Naturschutz in Stadt und Landkreis Bayreuth unterwegs die Bürgerinnen und Bürger über unsere Natur- und Umweltschutzarbeit zu informieren und neue Mitglieder zu werben.  In den rund vier Wochen konnten 232 neue Mitglieder für die Kreisgruppe Bayreuth gewonnen werden.
Herzlichen Dank an die jungen Helferinnen und Helfer, an alle die uns dabei unterstützten und an die Bügerinnen und Bürger für ihr Interesse und ihre neue Mitgliedschaft beim BUND Naturschutz e.V.

Zwischen 5 bis 10 junge Leute haben sich auch diesen Sommer wieder aufgemacht, um in Stadt und Landkreis Bayreuth interessierte Bürgerinnen und Bürger über unseren jahrzehnte langen Einsatz für Natur und Umwelt zu informieren und für neue Mitglieder zu werben. Ausstaffiert mit dem neuen BUND Naturschutz T-Shirt (siehe ob. Bild: die ersten fünf Werber und Geschäftsführer der Kreisgruppe Bayreuth Peter Ille 2. v. R.), mit ensprechenden Ausweis und mit zahlreichen Infomaterial bepackt waren die jungen Leute für rund 4 Wochen in Einsatz. Sie haben über laufende lokale Aktionen wie die auch in 2017 fortgesetzte Rotmain-Safarie für Schulklassen oder über die erfolgreiche Pflege unserer rund 60 Hektar Biotpflächen berichtet als auch überregionale Themen angesproechen, wie der Einsatz von Pestiziden (aktuell z.B. Glyphosat) nicht nur in der Landwirtschaft sondern auch im Forst oder Hausgärten oder gentechnikfreie Lebensmittel, das Grüne Band (der fast 1400 km lange Geländestreifen entlang der ehemaligen Innerdeutschen Grenze) und vieles mehr.

Wie begrüßen die neuen Mitglieder ganz herzlich bei der Kreisgruppe des BUND Naturschutzes e.V.
Gerne geben wir Ihnen über unsere Geschäftsstelle weitere Informationen zu dieser Aktion unter

Tel.: 0921/27230 oder unter bayreuth@bund-naturschutz.de.